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<title>Vogelfang</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Vogelfang</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Vogelfang</b> als das Fangen von Wildvögeln wird zur Nahrungsergänzung seit der <a href="Steinzeit" title="Steinzeit">Steinzeit</a> betrieben; der Fang für die <a href="Singv%C3%B6gel" title="Singvögel">Singvögelhaltung</a> ist seit dem Mittelalter überliefert. Sehr früh wurden archaische <a href="Vogelfalle" title="Vogelfalle">Vogelfallen</a> wie Schlingen aus Tiersehnen und -haaren, <a href="Vogelleim" title="Vogelleim">Leimruten</a> oder Steinkonstruktionen eingesetzt, unter denen die Vögel begraben wurden. In der <a href="Eisenzeit" title="Eisenzeit">Eisenzeit</a> wurden aufwändigere Methoden entwickelt, beispielsweise Bogenfallen, die Kleinvögel mittels ausgefeilter Mechanik an ihren Beinen fingen, oder Fangkäfige, die wie <a href="Reuse" title="Reuse">Fischreusen</a> funktionierten und Vögel lebend fingen. Netze wurden schon zur Zeit der Ägypter und Römer eingesetzt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung">Bedeutung</h2></div>
<p>Je nach Art und Zweck der gefangenen Tiere wurden diese verkauft, verzehrt, gefangen gehalten oder gezähmt und abgerichtet.
</p><p>Beim Vogelfang gefangenes <a href="Gefl%C3%BCgel" title="Geflügel">Geflügel</a> wurde vornehmlich verzehrt.<br>Besonders schön singende oder farbenprächtige <a href="Singv%C3%B6gel" title="Singvögel">Singvögel</a> wurden für die Käfighaltung aus der Natur entnommen.<br>Gefangene Jagdvögel wurden für das Jagen im Rahmen der <a href="Beizjagd" class="mw-redirect" title="Beizjagd">Beizjagd</a> abgerichtet. Da es die Greifvogelvermehrung erst seit den 1970er Jahren gibt, waren früher alle Jagdvögel <a href="Wildfang#Heutige_Bedeutungen" title="Wildfang">Wildfänge</a> oder aus Eiern und Jungvögeln aufgezogen, die aus Nestern entnommen wurden.<br>Lebendig gefangene Vögel anderer Arten wurden auch als Lockvögel in großen Vogelfanganlagen verwendet.<br>Manche kamen im <a href="Bergbau" title="Bergbau">Bergbau</a> unter Tage zur Warnung vor <a href="Grubengas" title="Grubengas">Grubengas</a> zum Einsatz. Die Käfige mit <a href="Zeisige" title="Zeisige">Zeisigen</a> und anderen Finken wurden auf dem Boden abgestellt. Sickerte das schwere Grubengas in den Schacht, erstickten die Tiere, wodurch die Bergleute gewarnt wurden.
</p><p>Mit dem zunehmenden Wohlstand in Europa verlor der Vogelfang zur Sicherung von Nahrung immer mehr an Bedeutung. Als Ziervögel werden exotische Arten über den Tierhandel vertrieben. Für den Bergbau wurden elektronische Geräte entwickelt.
</p><p>Im Laufe der Zeit wurde der Vogelfang gesetzlich immer stärker eingeschränkt. <br>Heute ist der Vogelfang in der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäischen Union</a> bis auf wenige, teils auch länderspezifische, Sonderregelungen verboten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wilderei">Wilderei</h2></div>
<p>Die Jagd auf <a href="Singvogel" class="mw-redirect" title="Singvogel">Singvögel</a> und geschützte Vogelarten ist in der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäischen Union</a> nach der <a href="EU-Vogelschutzrichtlinie" class="mw-redirect" title="EU-Vogelschutzrichtlinie">EU-Vogelschutzrichtlinie</a> verboten. In vielen Mittelmeeranrainerstaaten wie <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> und <a href="Zypern" title="Zypern">Zypern</a> wird die allerdings im großen Maßstab missachtet. Allein in <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a>, <a href="Syrien" title="Syrien">Syrien</a> und im <a href="Libanon" title="Libanon">Libanon</a> wurden Mitte der 2010er Jahre jährlich zusammen über zehn Millionen Vögel illegal gejagt. Die Vögel werden hierbei in der Regel geschossen oder mit <a href="Fangnetz" class="mw-disambig" title="Fangnetz">Netzen</a>, <a href="Vogelfalle" title="Vogelfalle">Vogelfallen</a> oder <a href="Leimrute" class="mw-redirect" title="Leimrute">Leimruten</a> gefangen, worin sie häufig verenden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogelfang_in_Österreich"><span id="Vogelfang_in_.C3.96sterreich"></span>Vogelfang in Österreich</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Salzkammergut_Vogelfang" title="Salzkammergut Vogelfang">Salzkammergut Vogelfang</a></i></div>
<p>Vogelfang und Wildvogelhaltung wird im österreichischen <a href="Salzkammergut" title="Salzkammergut">Salzkammergut</a> auch heute noch praktiziert, jedoch sind die Vögel nur für die Zeit der Prämierung (1–2 Tage) in Käfigen. Über die Winterzeit werden sie in Volieren gehalten, um im Frühjahr wieder der Natur übergeben zu werden, ausgenommen Lockvögel. Dieses Brauchtum wurde 2010 von der Österreichischen UNESCO-Kommission in das „<a href="Immaterielles_Kulturerbe_in_%C3%96sterreich" title="Immaterielles Kulturerbe in Österreich">Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich</a>“ aufgenommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogelfang_in_Deutschland">Vogelfang in Deutschland</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Historisch">Historisch</h3></div>
<p><a href="Singv%C3%B6gel" title="Singvögel">Singvögel</a> wurden seit dem <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> in Europa gegessen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Leipziger_Lerchen">Leipziger Lerchen</h4></div>
<p><a href="Feldlerche" title="Feldlerche">Lerchen</a> galten in Deutschland lange Zeit als Delikatesse. Die Region <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a> war jahrhundertelang ein Hauptfanggebiet. Rezepte für <a href="Leipziger_Lerche_(Gericht)" title="Leipziger Lerche (Gericht)">Leipziger Lerchen</a> und andere Zubereitungen der <a href="Lerche_(Lebensmittel)" title="Lerche (Lebensmittel)">Lerche</a> fanden sich im 18. und 19. Jahrhundert in jedem bekannten Kochbuch. Allein im Jahr 1720 wurden an den Leipziger Stadttoren über 400.000 Lerchen verkauft. Im 19. Jahrhundert nahm die <a href="Tierschutz" title="Tierschutz">Tierschutz</a>-Bewegung an Bedeutung und Einfluss zu. Schließlich verbot der sächsische König <a href="Albert_(Sachsen)" title="Albert (Sachsen)">Albert I.</a> 1876 offiziell die Lerchenjagd.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Überlieferung zufolge entstand als Ersatz die <a href="Leipziger_Lerche_(Geb%C3%A4ck)" title="Leipziger Lerche (Gebäck)">Leipziger Lerche</a> als ein Süßgebäck mit der Andeutung der Verschnürung gebratener Lerchen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Pfälzer_Finken"><span id="Pf.C3.A4lzer_Finken"></span>Pfälzer Finken</h4></div>

<p>Von alters her bis zum Verbot der nächtlichen Vogeljagd 1908 wurde in der <a href="Pfalz_(Region)" title="Pfalz (Region)">Südpfalz</a> des Nachts Jagd auf <a href="Bergfink" title="Bergfink">Bergfinken</a> mit Hilfe von Blasrohren und Tonkugeln gemacht. Die Tiere saßen dicht nebeneinander auf den Zweigen der Kiefern und Fichten. Wurde ein Vogel vom Baum geschossen, so rückten die anderen Tiere wieder zusammen, um die Lücke zu schließen. Somit waren die Bergfinken leichte Beute. In der Südpfalz wird der Bergfink auch <i>Böhämmer</i> oder <i>Behemmer</i> genannt und diese Jagd deshalb <a href="B%C3%B6h%C3%A4mmerjagd" title="Böhämmerjagd">Böhämmerjagd</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Umweltbewegung">Umweltbewegung</h4></div>
<p>Die mit der Industrialisierung voranschreitende Zerstörung der Lebensräume brachte zum zwanzigsten Jahrhundert eine Umweltbewegung hervor, auf deren Druck besonders grausame Fangmethoden wie Schlingen, Leimruten und Bogenfallen vor Beginn des Ersten Weltkrieges verboten wurden. Im Deutschen Reich wurde der Vogelfang zum 1. Juli 1888 größtenteils, nämlich vor allem als nützlich angesehene Vögel betreffend gesetzlich verboten.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 30. Mai 1908 trat das Reichsvogelschutzgesetz in Kraft, in dessen Folge der Vogelfang mit <a href="Totschlagfalle" class="mw-redirect" title="Totschlagfalle">Totschlagfallen</a> verboten wurde. Der Lebendfang von Stubenvögeln blieb dagegen erlaubt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Heute">Heute</h3></div>
<p>Neben dem wissenschaftlichen Fang werden auch heute noch illegal Vögel in Deutschland gefangen. Der <a href="Naturschutzbund_Deutschland" title="Naturschutzbund Deutschland">Naturschutzbund Deutschland</a> (NABU) weist in einer Arbeit von 2001<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auf die Verfolgung teilweise geschützter Vogelarten hin. Da die Verwendung von Vogelfallen in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen verboten ist, schien illegaler Vogelfang der Vergangenheit anzugehören. Die seit den 1970er Jahren ermittelten Fälle widerrechtlicher Nachstellung mit Fallen zeichnen ein anderes Bild: Trotz des bestehenden Anwendungsverbotes werden nach wie vor Vogelfallen produziert, verkauft und auch gesetzeswidrig zum Fang von geschützten Vogelarten wie z.&nbsp;B. Habicht, Mäusebussard, Seeadler, Wanderfalke, Rot- und Schwarzmilan eingesetzt. Gefangen werden diese Greifvögel vor allem von Haltern von Zier- und Nutzvögeln. So wird besonders intensiv der Habicht durch Tauben- und Geflügelhalter verfolgt. Der NABU vermutet durch die illegale Nachstellung beim Habicht regional erhebliche Bestandseinbrüche bis hin zum lokalen Verschwinden dieser Art. Das Fanggerät kann eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Menschen darstellen, speziell für spielende Kinder, die Fallen im Wald finden.
</p><p>Der Schwerpunkt der bekannt gewordenen Fälle lag im Bundesland <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburg</a>, wo das dortige Landesumweltamt (LUA) umfangreiche Ermittlungen in diesem Bereich durchführte. Auch Fälle aus anderen Bundesländern zeigen laut NABU, dass die illegale Verfolgung geschützter Vogelarten offensichtlich bundesweit an der Tagesordnung ist, insbesondere in Bezug auf <a href="Greifv%C3%B6gel" title="Greifvögel">Greifvögel</a>. Vom <a href="Landgericht_M%C3%BCnster" title="Landgericht Münster">Landgericht Münster</a> wurden im März 2012 zwei Münsterländer Vogelhändler, die Nester bedrohter Vogelarten geplündert und deren Inhalt im Internet verkauft hatten, zu Haftstrafen von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, zudem müssen sie die Verfahrenskosten in Höhe von 95.000&nbsp;€ tragen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Tierschützer fordern ein generelles Verbot von Herstellung, Verkauf und Verwendung von Vogelfallen, nicht selektiven Fallen, Netzen und Leimen im Rahmen der Novellierung der <a href="Bundesartenschutzverordnung" title="Bundesartenschutzverordnung">Bundesartenschutzverordnung</a> (BArtSchV) und ein Besitzverbot für die Fallen. Abhilfe könnte ein eingeschränkter Verkauf jagdlich zugelassener Fallen nur an berechtigte Personen nach Vorlage einer Jagdberechtigung schaffen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Europa">Europa</h2></div>
<p>In anderen europäischen Staaten geriet der Fang von Wildvögeln nach dem Zweiten Weltkrieg in Verruf, so verbot Italien die Verwendung von Bogenfallen in den 50er Jahren, in Belgien wurde der Einsatz von Fangschlingen Anfang der 60er Jahre eingestellt. Mit der Verabschiedung der <a href="EU-Vogelschutzrichtlinie" class="mw-redirect" title="EU-Vogelschutzrichtlinie">EU-Vogelschutzrichtlinie</a> im Jahr 1979 wurde der Vogelfang in allen Ländern der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäischen Union</a> untersagt. Während der <i>passada</i>, der Zeit des Vogelfluges, werden besonders auf <a href="Malta" title="Malta">Malta</a> noch zahlreiche <a href="Vogelherd" title="Vogelherd">Vogelherde</a> fängisch gestellt. Dabei werden selbst international geschützte und sehr seltene <a href="Art_(Biologie)" title="Art (Biologie)">Arten</a> gejagt. Auf Malta waren die durch den <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a>-Beitritt zu erwartenden Beschränkungen der Vogeljagd ein wichtiges Argument der Jäger gegen den Beitritt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogelfang_im_21._Jahrhundert">Vogelfang im 21. Jahrhundert</h2></div>
<p>In vielen Ländern Europas ist der Vogelfang heute verboten. Besonders in <a href="S%C3%BCdeuropa" title="Südeuropa">Südeuropa</a> sind aber heute noch zahlreiche <a href="Vogelherd" title="Vogelherd">Vogelherde</a> teilweise trotz naturschutzrechtlicher Verbote in Funktion. Zur Wahrung von Traditionen erlauben <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> (Schlingen), <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> (Schlingen, Netze, Steinschlagfallen und Leimruten), <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> (Leimruten, Netze), <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> (Netze), <a href="Malta" title="Malta">Malta</a> (Netze) und <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>, beschränkt auf das oberösterreichische <a href="Salzkammergut" title="Salzkammergut">Salzkammergut</a> von <a href="Attnang" title="Attnang">Attnang</a> bis <a href="Obertraun" title="Obertraun">Obertraun</a> und von <a href="St._Wolfgang_im_Salzkammergut" title="St. Wolfgang im Salzkammergut">St. Wolfgang</a> und <a href="Mondsee" title="Mondsee">Mondsee</a> bis <a href="Scharnstein" title="Scharnstein">Scharnstein</a> (Fangkäfige, Netzkloben)<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, auch heute noch lokal die Entnahme von Wildvögeln aus der Natur. Bezugnehmend auf Österreich muss jedoch angemerkt werden, dass die gefangenen Vögel nicht wie in anderen Ländern (Frankreich, Italien) verspeist werden, sondern nach dem Winter wieder in die Natur entlassen werden. Der Vogelfang ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Vor allem in Italien, <a href="S%C3%BCdfrankreich" title="Südfrankreich">Südfrankreich</a> sowie auf Malta, Teilen <a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenlands</a> und <a href="Zypern" title="Zypern">Zypern</a> ist die Jagd auf Singvögel zum Verzehr oder als reine Freizeitbeschäftigung ohne eigentliche Nutzung der geschossenen Vögel ein Massenphänomen.
</p><p>Tierschutzverbände kritisieren neben dem massenhaften Fang (allein in Frankreich jährlich etwa 25 Millionen Vögel) den unkontrollierten Fang von Vögeln geschützter Arten wie z.&nbsp;B. <a href="Goldregenpfeifer" title="Goldregenpfeifer">Goldregenpfeifer</a>, <a href="Gro%C3%9Fer_Brachvogel" title="Großer Brachvogel">Großer Brachvogel</a> oder <a href="Feldlerche" title="Feldlerche">Feldlerche</a>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Frankreich ist auch das einzige Land in der Europäischen Union, in dem erst im Jahr 2005 die steinzeitlichen <a href="Vogelfalle#Steinschlagfallen" title="Vogelfalle">Steinschlagfallen</a> offiziell wieder erlaubt wurden. Neben dem Fang oder Abschuss von Zugvögeln werden in Frankreich selbst Vögel zur Brutzeit bejagt.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der Politische Arbeitskreis für Tierrechte hielt 2012 fest: „In Frankreich ist die Provence Schauplatz der tierquälerischen Jagd auf Singvögel mit Tausenden Leimruten. Doch obwohl der Fang mit Klebefallen von der EU verboten wurde, hat die Regierung in Paris den Einsatz der Leimruten zu einer vom Aussterben bedrohten Tradition erklärt und jedem Fänger den Einsatz von bis zu 30 Leimruten erlaubt. Experten gehen davon aus, dass jährlich bis zu einer halben Million Vögel in den aufgestellten Fallen verenden.“<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2021 wurde der Leimrutenfang jedoch verboten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die größte Vogelfanganlage in Form von fünf Meter hohen Netzen erstreckt sich mit wenigen Unterbrechungen über nahezu 700 Kilometer an der Mittelmeerküste Ägyptens. Hier werden vor allem Zugvögel aus Europa im geschätzt jährlich zweistelligen Millionenbereich ausschließlich zum Verzehr gefangen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Ausmaß der in Ägypten legalen Vogelfangaktionen hat seit der <a href="Revolution_in_%C3%84gypten_2011" title="Revolution in Ägypten 2011">Revolution von 2011</a> deutlich zugenommen, ist jedoch selbst unter der ägyptischen Bevölkerung wenig bekannt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogelfang_in_Kunst_und_Kultur">Vogelfang in Kunst und Kultur</h2></div>
<p>Der Vogelfänger Papageno ist einer der <a href="Protagonist" title="Protagonist">Protagonisten</a> in <a href="Mozart" class="mw-redirect" title="Mozart">Mozarts</a> Oper <i><a href="Die_Zauberfl%C3%B6te" title="Die Zauberflöte">Die Zauberflöte</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Kurt_Lindner_(Jagdwissenschaftler)" title="Kurt Lindner (Jagdwissenschaftler)">Kurt Lindner</a>: <i>Beiträge zu Vogelfang und Falknerei im Altertum.</i> Berlin und New York 1973 (= <i>Quellen und Studien zur Geschichte der Jagd</i>, 12).</li>
<li>Karl Otto Sauerbeck: <i>‚Herr Heinrich saß am Vogelherd‘. Beobachtungen zur mittelalterlichen Vogeljagd und deren Symbolik.</i> In: <i>Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.</i> Band 10, 2014, S. 57–79, insbesondere S. 73–75 (<i>Kleinvogeljagd</i> und <i>Falkenbeize</i>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://vogelfreunde.heim.at/Geschichte/geschichte.htm">Geschichte des Vogelfanges im Salzkammergut, Österreich</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.komitee.de/">Offizielle Website des Komitees gegen den Vogelmord e.&nbsp;V.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://nationalagentur.unesco.at/cgi-bin/unesco/element.pl?eid=14&amp;lang=de">Österreichische UNESCO-Kommission</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/landesschau-rp/persoenlich/2016/11/899248.m.mp4">ARD</a> Kämpfer gegen Vogelmord, 21. November 2016, 18:45 Uhr, 5 min., abgerufen am 25. November 2016</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">BirdLife International: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150830000309/http://www.birdlife.org/sites/default/files/attachments/01-28_low.pdf">Unlawfully shot, trapped or glued</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 30. August 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Informationen des Leipziger Stadtmuseums.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a class="external text" href="https://de.wikisource.org/wiki/Gesetz,_betreffend_den_Schutz_von_V%C3%B6geln">Gesetz betreffend den Schutz von Vögeln</a>. </span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">§2 Reichsvogelschutzgesetz (Scan des Reichsgesetzblatts vom 30. Mai 1908).</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20040428032312/http://www.nabu.de/jagd/vogelfallenfang.pdf">Illegaler Vogelfang mit Fallen in Deutschland</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 28. April 2004 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (PDF; 1,1&nbsp;MB).</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Komitee_gegen_den_Vogelmord" title="Komitee gegen den Vogelmord">Komitee gegen den Vogelmord</a> e.&nbsp;V.: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.komitee.de/">Angebliche Vogelzüchter vom Landgericht Münster verurteilt (22. März 2012)</a>, abgerufen am 30. Mai 2012.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">salzi.at: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111111112932/http://www.salzi.at/article/lokales/25974/">500 Vogelfang-Lizenzen im Salzkammergut ausgestellt – 15. September 2011</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. November 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), abgerufen am 30. Mai 2012.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Komitee_gegen_den_Vogelmord" title="Komitee gegen den Vogelmord">Komitee gegen den Vogelmord</a> e.&nbsp;V.: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.komitee.de/content/aktionen-und-projekte/jagdstrecken-europa">Jagdstrecken in Europa 2005</a>, abgerufen am 29. Mai 2012.</span>
</li>
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